Laufende Kosten beim Haus: Mit diesen Kosten ist zu rechnen

Ein Wecker mit Holzhaus und Geldmünzen
Wer Eigentümer eines Hauses werden möchte, muss mit laufenden Kosten rechnen. Abb.: nattanan23/pixabay.com

Unter den laufenden Kosten für ein Haus werden generell alle Ausgaben verstanden, die in regelmäßigen Abständen unabhängig von den Kosten für die Anschaffung der Immobilie anfallen, beispielsweise die Kosten für Strom, Telefon, Straßenreinigung und Müllabfuhr.

Nicht zu verwechseln sind laufende Kosten mit den Kaufnebenkosten, die nur einmalig beim Kauf der Immobilie fällig werden. Laufende Kosten werden im Bereich des Mietrechts auch als Betriebskosten bezeichnet. Für zukünftige Hausbesitzer ist es empfehlenswert, potentielle laufende Kosten bereits vor dem Immobilienkauf zu kalkulieren. So können diese bei der Planung einer Kreditrate berücksichtigt werden, da diese zusätzlich zu den monatlichen Raten aufgebracht werden müssen.

Um die laufenden Kosten für ein Haus zu ermitteln, muss im ersten Schritt ein Überblick über die relevanten Kostenpunkte gewonnen werden. Außerdem sollte Verständnis dafür herrschen, wie sich die Kostenhöhe zusammensetzt.

Laufende Kosten: Die Berechnung

Laufende Kosten gehören zu dem finanziellen Alltag eines Immobilienbesitzers fest dazu. Es sollte bekannt sein, wie die einzelnen Kostenpunkte aufgeteilt werden, um so Einsparpotentiale zu identifizieren.

Wie hoch die laufenden Kosten für ein Haus ausfallen, ist immer von dem individuellen Einzelfall abhängig. Allerdings existiert durchaus eine Faustregel, die Orientierung bietet. Pro Quadratmeter Wohnfläche können circa vier Euro monatlich für laufende Kosten gerechnet werden.

Darüber hinaus sollten allerdings auch die Rücklagen für Instandhaltungsmaßen eingerechnet werden. Diese betragen rund einen Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Um wirklich für alle Eventualitäten gewappnet zu sein, empfiehlt es sich auch, monatliche Sparraten einzurichten. Zu diesen Eventualitäten zählen beispielsweise die Anliegergebühren, welche die jeweilige Kommune veranschlagen kann, falls diese eine Beteiligung an Sanierungsarbeiten oder den Kosten für den Straßenausbau vorsieht.

Beruhend auf dieser Faustregel betragen die laufenden Kosten für eine Immobilie, die eine Fläche von 150 Quadratmetern aufweist, pro Monat 600 Euro. Wenn für die Rücklagen pro Quadratmeter ein Euro berechnet wird, belaufen sich die laufenden Kosten monatlich auf 750 Euro. Im ersten Moment ist dies natürlich eine beachtliche Summe, allerdings sind in den laufenden Kosten auch die Telekommunikation und der Strom enthalten. Als Mieter fallen diese zur Miete ebenfalls zusätzlich an.

Öffentliche und private Kosten

Laufende Kosten werden nach verschiedenen Vertragspartnern aufgeteilt. Unterschiedliche Servicedienstleistungen fallen dabei unter die sogenannten öffentlichen Nebenkosten. Zu diesen zählen beispielsweise die Straßenreinigung und die Entsorgung des Mülls. Die Kosten werden an die zuständige Gemeinde gezahlt. Durch Verträge, die mit privaten Dienstleistern geschlossen werden, kommen die privaten Nebenkosten zustande. Diese privaten Dienstleister sind zum Beispiel der Gasanbieter oder der Schornsteinfeger.

Immobilienbesitzer nutzen die öffentliche Infrastruktur, zu der die Müllabfuhr, die Abwasserentsorgung und die Wasserversorgung zählt. Es fallen darüber hinaus allerdings auch Steuern an, welche durch die jeweiligen Kommunen erhoben werden. Zu den öffentlichen laufenden Kosten eines Hauses zählen damit auch die Grundsteuer, die Müllabfuhr, die Straßenreinigung, Wasser und Abwasser.

Laufende Kosten fallen bei einem Haus auch für private Vertragsleistungen an. Zu diesen gehören Heizkosten, Stromkosten, Versicherungen, Telekommunikation und der Schornsteinfeger.

Einsparpotentiale bei den laufenden Kosten

Sind die einzelnen Posten der laufenden Kosten bei einem Haus bekannt, kann bereits vor dem Bau oder dem Kauf der Immobilie auf einige Faktoren geachtet werden. So ist es möglich, die Höhe der laufenden Kosten als Immobilienbesitzer möglichst gering zu halten.

Zu diesen Faktoren zählt zum Beispiel eine energieeffiziente Bauweise, durch welche die Heizkosten gesenkt werden können. Wird eine Photovoltaikanlage genutzt, ist es möglich, Strom in Eigenregie zu produzieren und in das öffentliche Netz einzuspeisen. Durch Vergleiche verschiedener Anbieter können pro Monat ebenfalls etliche Euros gespart werden.

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